Willkommen in Leistadt

Jahreshauptversammlung 2014 des Protestantischen Kirchbauvereins Leistadt

Am 30. September 2014 hielt der Protestantische Kirchbauverein in Leistadt seine Jahreshauptversammlung mit den satzungsmäßig vorgesehenen Neuwahlen des Vorstandes ab. Der Verein blickte dabei auf die drei Jahres seines Bestehens zurück, für die von Axel G. Günther (Vorsitzender) und Ulrich Baer (stellvertretender Vorsitzender) eine positive Bilanz gezogen wurde.

Themen der Jahreshauptversammlung des Protestantischen Kirchbauvereins in Leistadt

  • Verein blickt auf erfolgreiche 3 Jahre seines Bestehens zurück
  • Ziel erreicht, Aufbruch zu weiteren Erfolgen vorgesehen
  • Wichtiger Platz in der Ortsgemeinschaft wurde ausgefüllt
  • Vereinigung von Kirchengemeinde und Ortsgemeinde in lebendiger Gemeinschaft
  • Vorstandswahlen für 3 weitere Jahre einstimmig durchgeführt

Die Ziele, die sich der Verein gesetzt hat, wurden erreicht. Die Absicherung des Instandhaltungsbedarfs der örtlichen protestantischen Kirchengemeinde für den Bau der Leodegar-Kirche konnte erreicht werden.

Für diesen Instandhaltungsbedarf sind seit einigen Jahren die Kirchengemeinden selbst zuständig und haben wegen sinkender Steuereinnahmen, aus denen die Kirchengemeinden Zuweisungen von der Landeskirche erhalten, wachsende Probleme, die nötigen Mittel aufzubringen. Mit dem Kirchbauverein besteht in Leistadt ein von breiten Bevölkerungskreisen gebildeter und getragener Verein, der der örtlichen Kirchengemeinde in dieser Problemsituation hilft. Dabei setzt sich die Mitgliederschaft des Vereins nicht allein aus Zugehörigen der örtlichen protestantischen Kirchengemeinde zusammen, wie Vorsitzender Axel G. Günther in der Versammlung berichtete. Zahlreiche katholische Mitbürger unterstützen die Ziele des Vereins ebenso, wie etliche Bürger aus Leistadt, die keiner Konfession angehören.

Mit insgesamt aktuell 75 Mitgliedern bei einer Gesamtbevölkerung von etwas über eintausend Einwohnern, sieht sich der Verein gut im Ort verwurzelt. Aus der Mitgliederschaft und deren in den letzten Jahren an den Tag gelegten Hilfsbereitschaft wird für den Vorstand bei seiner Zusammenschau vor allem deutlich, dass der Verein keineswegs eine innerkirchliche oder auf die protestantische Kirchengemeinde beschränkte Zweckgemeinschaft ist, sondern dass sich die Mitglieder dort im Interesse einer funktionierenden Ortsgemeinschaft einbringen, unbeeinträchtigt von konfessionellen Fragen, aber in der Vorstellung, dass es in einem intakten Dorf eine intakte Kirche geben muss, und dass ein Dorf insgesamt keine funktionierende Gemeinschaft mehr hat, wenn sie nicht wenigstens ihre Kirche erhalten kann.

Mit dem Kassenbericht konnte der Dürkheimer Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Bernd Kirsch feststellen, dass der Verein in den zurückliegenden drei Jahren etwa rund 21.000,- Euro zusammentragen konnte, von denen zuletzt 6.000,- Euro in die Instandsetzung des Kirchturms der Leodegarkirche zugeschossen werden konnten. Einen Teil seiner Mittel konnte der Verein daher in eine Rücklage für den laufenden Instandhaltungsbedarf des Kirchengebäudes einstellen und für die Zukunft das Ziel ausgeben, verstärkt die Mittel für eine komplette Außensanierung des Gebäudes aufzubringen. Denn die Außenhaut der Kirche hat über die Jahre gelitten, tiefe Risse durchziehen die Fassade, die das Gebäude auch nicht mehr gegen die Witterung hinreichend schützen kann.

Für die Innensanierung des Gebäudes können sich die Leistadter im Verein hingegen vorstellen, dass unter fachkundiger Anleitung und Organisation ehrenamtliche Eigenleistungen greifen können, indem man diese Arbeiten mit eigener Kraft aus der Bevölkerung angeht, erledigt und auf diese Weise viel Geld spart. Denn allein der Geldbedarf für die Sanierung der Außenhaut des Gebäudes wurde vom Vorstand auf der Grundlage von Kostenschätzungen, die von geeigneten Fachbetrieben abgegeben wurden, in einer Größenordnung von 40.000,- Euro beziffert. Der Verein ist sich also bewusst geworden, dass es ganz erheblicher Anstrengungen in der Zukunft bedarf, um die erforderlichen Mittel aufzubringen. Dafür werden neue Ideen benötigt, wie die Spenden eingeworben werden können, oder mit welchen Aktionen und Veranstaltungen genügend Geld verdient werden kann.

Neben dem zweckgebundenen Vermögen, das der Verein aufgebaut hat, konnte er in den drei Jahren seines Bestehens darüber hinaus mit dem Einsatz und Engagement seiner Mitglieder ein stattliches Sachvermögen aufbauen, insbesondere einen ansehnlichen, großen Imbissstand erwerben und mit professionellem Inventar ausstatten, mit dem der Verein seit 2012 erfolgreich an der Leistadter Kerwe teilnimmt und ein vielfältiges Speisenangebot auf gutem Niveau anbietet, das die Kerwe im gesamten Ort bereichert. Den wesentlichen Teil der Mittel für die Anschaffung haben die Mitglieder erarbeitet, indem sie beim Jubiläumshoffest des örtlichen Weingutes Brenneis-Koch die Versorgung der Gäste mit Speisen übernahmen. Unter dem Namen „Leodegar-Brasserie“, der sich aus dem Namen der protestantischen Kirche in Leistadt ableitet, liefert der Verein seither unter dem großen Engagement vieler Leistadter Bürger, über den Mitgliederbestand hinausgehend, verlässliche Beiträge für den guten Zweck und ein ansehnliches Speiseangebot auf den Dorffesten.

Ende 2013 übernahm der Kirchbauverein vom Ortsbeirat die Aufgabe, die Kerwe im Jahr 2014 mit einem völlig neuen Konzept als Dorffest auszurichten, wofür zahlreiche andere Vereine des Ortes, aber auch Weingüter und Bürger, die sich spontan für die Verwirklichung einsetzten, gewonnen werden konnten. Das war ein Unternehmen, das zunächst bei einigen Leistadter Bürgern auf Skepsis stieß, aber es war im Ort zuletzt nicht mehr gelungen, überhaupt noch eine attraktive Kerwe zu veranstalten, und nicht wenige beschworen schon den endgültigen Untergang des Dorffestes.

Im Ergebnis der im Juli 2014 durchgeführten Kerwe mit neuem Konzept waren sich alle Beteiligten einig, dass die Aufgabe gelungen erledigt wurde und das neue Konzept aufgegangen war. Fünf Tage lang feierte der Ort ein gemeinsames Fest auf dem Kerwe-Platz, mit guter Unterhaltung für Jung und Alt. Aus der Bevölkerung kam insgesamt sehr breiter Zuspruch und nicht selten wurde gelobt, dass die Leistadter Kerwe gerettet wurde. Der Kirchbauverein war sich in seiner Mitgliederversammlung einig, dass er den eingeschlagenen Weg weitergehen will, gemeinsam mit den anderen Vereinen aus Leistadt. Die zunächst unter Leitung des Kirchbauvereins entstandene Form des Kerwe-Ausschusses, in dem alle Akteure in bester demokratischer Manier zum Gelingen beitrugen, soll dabei organisatorisch gestärkt und verselbständigt werden, so das damit eine dauerhafte Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung der Kerwe geschaffen wird.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung hielt die neue Pfarrerin in Leistadt, Jasmin Gunklach, eine Andacht, bei der sie das ehrenamtliche Engagement mit der biblischen Geschichte von der Speisung der Fünftausend verglich, bei der aus Wenigem Viel wurde, Alle gesättigt wurden und noch etwas übrig blieb.
Bei der Aussprache zu den Vorstandberichten hatten die Mitglieder viel Lob übrig und es bestand Einigkeit, dass auf eine erfolgreiche Zeit seit Gründung des Vereins im Jahr 2011 zurückgeblickt wird. Einhellige Meinung war, dass dies ein guter Ansporn für weitere und künftige Aktivitäten ist.

Bei den Vorstandswahlen wurde Axel G. Günther als Vorsitzender ebenso wie Ulrich Baer als stellvertretender Vorsitzender einstimmig durch Wiederwahl bestätigt; beide hatten stets als gut funktionierendes Team die Aktivitäten des Vereins gemeinsam verantwortet. Auch Wirtschaftsprüfer Bernd Kirsch wurde für seine bisherige Tätigkeit als Kassenwart des Vereins bedankt und einstimmig im Amt bestätigt, das er gern wieder annahm, weil er „hiervon etwas versteht“, wie er bei der Annahme der Wahl erläuterte. Neu in den Vorstand wurde ebenfalls einstimmig als Schriftführerin Frau Annette Dech gewählt, nachdem die bislang zuverlässig und sorgfältig als Schriftführerin tätige Bettina Milbradt das Amt aus persönlichen Gründen nicht noch einmal übernehmen wollte.

Weiter gehört nach der Satzung automatisch die Pfarrerin Jasmin Gunklach dem Vorstand an, die auch das Presbyterium im Verein vertritt. Als weitere Beisitzerin wählte schließlich die Versammlung einstimmig Marion Pape in den Vorstand und würdigte damit zugleich deren bisher große Verdienste als Presbyterin im Ort. Als eine gute Mischung aus Kontinuität und Erneuerung bezeichnete der Vorsitzende Axel G. Günther das Ergebnis der Vorstandswahlen und die Einstimmigkeit aller Abstimmungen als eine hervorragende Vertrauensgrundlage für die künftige Vorstandsarbeit.

Die Versammlung nahm gegen Ende dann bereits rege Ideen in die Diskussion auf, was der Verein künftig unternehmen kann und statte den Vorstand mit vielfältigen Themen für seine künftige Tätigkeit aus.