Willkommen in Leistadt

„Leistadter Liste“ wurde gegründet

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Am 7. November 2018 versammelte sich in Leistadt eine Bürgergruppe zur Gründung der „Leistadter Liste“, mit der sie sich unter anderem an der bevorstehenden Kommunalwahl zum Ortsbeirat und an der Wahl des künftigen Ortsvorstehers beteiligen wollen. Über das Ziel der Teilnahme an diesen örtlichen Wahlen hinausgehend versteht sich die Liste als Ausgangspunkt für ein Bürgerforum, das sich auch außerhalb von Gremienarbeit für eine positive Entwicklung der Ortsgemeinschaft durch tatkräftiges Handeln einsetzen will, Belange und Probleme aus der Bürgerschaft aufgreifen soll und an Lösungsmöglichkeiten zusammenarbeiten will. „Wer etwas verbessern will, muss auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, und das heißt: bereit sein, dafür anzupacken“, stellte zum Beispiel Christian Kraus als Gründungsmitglied bei der langen Aussprache heraus, die der eigentlichen Gründung des Trägervereins vorausging.

Der Kreis der Gründungsmitglieder bestand im Wesentlichen aus Personen, die schon in den letzten Jahren ein starkes Engagement im Ort an den Tag gelegt haben und so bereits zu einer handlungsfähigen Gemeinschaft geworden sind. Bei allen herrschte die Überzeugung vor, dass die Aufgaben des Ortsbeirates besser erledigt werden sollten, als dies in den letzten Jahren der Fall war. Belange des Ortes müssen frühzeitig einer möglichst breiten Meinungsbildung zugeführt werden, damit umsichtige und nachhaltige Vorschläge unterbreitet werden können. Besonders wichtig wird dies nicht zuletzt im Zusammenhang bei den von der Stadt geplanten Baumaßnahmen an der Hauptstraße, deren Verkehrsbelastung ein zentraler Stein des Anstoßes im Ortsteil ist. „Wer hier etwas für den Ort und die Bürger bewirken will, muss sich frühzeitig einbringen und am Ball bleiben,“ merkte die Bauingenieurin Sandrina Schwab an. „Wenn die Planungen schon einen großen Fortschritt genommen haben, kann man meist kaum noch etwas verändern oder bewirken.“ Nicht selten haben die Bürger dann das Nachsehen und Verdruss. Damit es nicht so weit kommt, wollen die Gründer sich frühzeitig in Entwicklungen einbringen, die den Ortsteil betreffen.

Die Gründungsmitglieder waren sich einig, dass mit der „Leistadter Liste“ keine ablehnende Haltung gegenüber den demokratischen Parteien in Bund und Land eingenommen werden soll; „Wir wollen nicht gegen etwas auftreten, sondern für eine bessere Gemeinschaft und zum Wohle des Ortes“, betonte Axel G. Günther, der auch die Gründungssatzung vorbereitet hatte. Die Gründer stimmten sämtlich darin überein, dass die unmittelbaren Belange vor Ort besser mit einem überparteilichen Bürgerforum aufgegriffen und Lösungen zugeführt werden können. Parteiinteressen sollen dabei keine Rolle bei der Gestaltung des Miteinanders spielen, sondern der gemeinsame Wunsch nach breit tragfähigen Lösungen. Kein Wunder also, dass einzelne der Listengründer durchaus auch ein Parteibuch für die eine oder andere Bundespartei haben, sich aber für das Wohl des Ortsteils lieber über die bürgerschaftliche Vereinigung einsetzen wollen.

Dadurch muss für Sachlösungen keine Rücksicht darauf genommen werden, wie sich eine Entscheidung vor Ort auf die überregionale Selbstdarstellung einer Bundespartei auswirkt. Andere Gründungsmitglieder hingegen wollen ausdrücklich keine Festlegung auf eine Bundespartei für sich vornehmen, weil sie zu unterschiedlichen Fragen auch unterschiedlichen Parteien zustimmen und in ihrer Meinungsbildung grundsätzlich frei bleiben wollen. In dem überschaubaren Rahmen des örtlichen Miteinanders sehen sie es daher als das Beste an, das ständige Gespräch und den ständigen Austausch miteinander zu pflegen. „Natürlich müssen wir zu einzelnen Fragen eine klare gemeinsame Haltung entwickeln und den Leuten sagen, was wir wollen und wofür wir stehen“, betonte Heike Rieder. Hierüber war man sich einig und beabsichtigt, darüber das ständige gemeinsame Gespräch weiter zu entwickeln.

Das wird mit der Gründungssatzung im Zweck daher im Grundsatz so beschrieben: „Die ‚Leistadter Liste‘ ist eine Vereinigung von Bürgerinnen und Bürgern des Ortsteils Leistadt in der Stadt Bad Dürkheim, die sich dem Wohle des Ortsteils im Besonderen verpflichtet fühlen, sowie einem freiheitlichen, demokratischen, solidarischen und toleranten Gemeinwesen im Allgemeinen.“ Nicht die Sorgen der politischen Parteien, sondern die Sorgen und die Zukunft des Ortsteils sollen für den gemeinschaftlichen Einsatz im Vordergrund stehen. Dass damit gleichwohl eine kritische Einstellung gegenüber dem Bild verbunden ist, wie sich bundespolitisch derzeit die Parteienlandschaft überwiegend darstellt, wollte keiner wegdiskutieren.

Einigkeit bestand schließlich darin, dass die Liste keinen Meinungszwang ausüben will. Es soll intensive Meinungsbildung betrieben werden, aber jeder soll stets in seiner Verantwortung frei bleiben. Aus diesem Grund wird von der ‚Leistadter Liste‘ auch eine Listenverbindung mit der Dürkheimer FWG angestrebt, weil beim grundlegenden Ansatz die größte Gemeinsamkeit wahrgenommen wird. In Leistadt soll danach die FWG über die ‚Leistadter Liste‘ auftreten, während einzelne Mitglieder der ‚Leistadter Liste‘ sich über die FWG in der Dürkheimer Kommunalpolitik engagieren wollen und dafür eine Stärkung der FWG-Fraktion im Stadtrat anstreben.

Bei den auf den Gründungsakt folgenden Vorstandswahlen wurde der Leistadter Rechtsanwalt Axel G. Günther zum Vorsitzenden und Dr. Ludger Häming zum stellvertretenden Vorsitzenden jeweils einstimmig gewählt. In dieser Besetzung stehen die beiden bereits seit Jahren dem örtlichen Kerwe-Verein vor, in dem sich ihre Zusammenarbeit bestens bewährt hat. Zum Schatzmeister wurde einstimmig Thomas Tröger gewählt, zur Schriftführerin ebenfalls einstimmig Frau Judith Hagen, die mit der weiter einstimmig gewählten Beisitzerin, Frau Antje Orendi, die Schriftführung gemeinsam ausüben wird.

In den nun folgenden Wochen will der Verein weitere Mitglieder im Ort gewinnen, um dann im Dezember auf möglichst breiter Basis in einer Nominierungsversammlung die Kandidaten für das Ortsvorsteheramt und den Ortsbeirat aufzustellen. Mit regelmäßigen Treffen, bei denen man sich eine lebendige und anregende Atmosphäre verspricht, soll die Sachdiskussion und die Herausformung von programmatischen Aussagen zu der Zukunft des Ortsteils vorangetrieben werden.

Der Vorstand
Vorsitzender Axel G. Günther, Stellvertreter Ludger Häming, Schatzmeister Thomas Tröger, Schriftführerin Judith Hagen, Beisitzerin Antje Orendi.

Autor: Axel G. Guenther

Anwohner der Hauptstraße in Leistadt. Rechtsanwalt - Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz. Kanzlei in Leistadt. Vorsitzender des Protestantischen Kirchbauverein e.V. Vorsitzender Kerwe-Ausschuss im Jahr 2014.

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